Kurzfilmwettbewerb

20 Seconds for Art

Der Kurzfilm-Wettbewerb 20 SECONDS FOR ART wurde von INFOSCREEN und KÖR initiiert und findet 2019 zum vierten Mal statt. Kunstschaffende wurden zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema „Kultur im Wandel“ eingeladen, die es in Form von 20 Sekunden-Kurzfilmen zu visualisieren galt. Aus allen Einreichungen wurden fünf Gewinnerfilme von der Jury ermittelt, die sich aus Gerald Bast, Doris Bauer, Michael Obrist, Stefanie Paffendorf und Martin Traxl zusammensetzte. Die Gewinnerfilme werden im Juli und August auf INFOSCREEN gezeigt und so einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

„The Boxer“ von Sebastian Doringer
„Erst seit Februar 2019 ist es teilverschleierten Boxerinnen gestattet bei internationalen Kämpfen teilzunehmen. Mein Kurzfilm steht verbildlicht für diesen gewonnenen Kampf in Richtung Gleichstellung aller Menschen, ganz unabhängig von Herkunft oder Glaube.“ – Künstlerstatement

„memoria spongeae exornatus“ von Katharina Grafinger
„Memoria spongeae exornatus – sich bewegende Wesen, sich verformende Objekte – changieren in einer Welt, zwischen Lebendigkeit und Unbelebtheit. Das Material besitzt ein Formgedächtnis, welches Eindrücke für eine bestimmte Zeit innehält und das sich gegen die Schwere der Leblosigkeit stemmt. Der Ballast des Alltags wird für den Betrachter versinnbildlicht und soll an belebten Orten in der Öffentlichkeit Momente kontemplativer Wahrnehmung schaffen.“ – Künstlerstatement

„ttt touch me“ von Raphael Reichl
„ttt touch me“ zeigt automatisierte Choreografien unseres alltäglichen Handelns. Anstelle von haptischer Erfahrung rückt ein Bewusstsein über eine Welt, die hinter dem Bildschirm erscheint. Entsprechend erfüllen wir unsere Bedürfnisse in einem Bewegungsablauf über Daumen und Zeigefinger, der unsere taktile Wahrnehmung und Kommunikation wesentlich verändert und dessen Ursprung sich nur dann erkennen lässt, wenn wir diesen auch ganz bewusst hinterfragen.“ – Künstlerstatement

„….“ Paul Spendier
„Eine robotische Apparatur ahmt eine intuitive, menschliche Geste mechanisch nach. Sie evoziert Bilder einer Zukunft, in der Maschinen nicht nur Arbeitsprozesse automatisieren, sondern auch scheinbar sinnlose menschliche Angewohnheiten übernehmen.“ – Künstlerstatement

„pop up (Eckbank)“ Armin Wagner und Liddy Scheffknecht
„Die Eckbank, ein typisch österreichisches Möbelstück, ist für ihre Unverrückbarkeit bekannt. Einmal eingebaut, gibt sie den eingenommenen Wohnraum für gewöhnlich nicht mehr frei und steht dabei für Beständigkeit, Gemütlichkeit, Privatheit, Tradition und Konservativismus. In der Gemeinschaftsarbeit „pop up (Eckbank)” wird die Eckbank mitsamt Tisch mobil. Die Skulptur, welche ausschließlich aus Karton und Klebeband besteht, kann wie ein überdimensioniertes Buch auf- und zugeklappt werden.“ – Künstlerstatement