Kurzfilmwettbewerb

20 Seconds for Art

Der Kurzfilm-Wettbewerb 20 SECONDS FOR ART wurde von INFOSCREEN und KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien 2013
initiiert und findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Kunstschaffende wurden zu einer Auseinandersetzung mit dem
Thema „Stadt-Visionen“ eingeladen, das es in Form von tonlosen 20 Sekunden-Kurzfilmen zu visualisieren galt. Die
Ausschreibung richtete sich an KünstlerInnen, Studierende oder AbsolventInnen einer künstlerischen, grafischen,
filmischen ebenso wie jene einer architektonischen und stadtplanerischen Ausbildung oder künstlerisch tätige Personen
aus dem In- und Ausland (ab 18 Jahren).

Wir gratulieren den Preisträgern:

„Ausschaltung“ von Bernadette Baumann und Konstantin Jagsch
Unsere täglichen Wege durch den öffentlichen Raum sind geprägt von einem Selbstverständnis für Passivität und einer
permanenten Informationsberieselung. Die Freiheit Quellen oder Inhalte selbst zu wählen wird uns abgesprochen. An allen Ecken und Enden der Stadt werden Media Screens, Citylights und ähnliches aufgestellt, die einerseits ein „modernes“ Stadtbild zu prägen vorgeben, uns aber andererseits viel mehr vom Wesentlichen ablenken. Blicke, Interaktion, Kommunikation und vieles weitere gehen in unserem Zusammenleben immer mehr verloren.
Unsere Arbeit hinterfragt die Entwicklung der zunehmenden Reizüberflutung und Informationsbombardierung kritisch und nutzt die zur Verfügung stehenden 20 Sekunden für eine „Ausschaltung im öffentlichen Interesse“.
(Bernadette Baumann und Konstantin Jagsch)

„Von Natur aus Freunde“ von Kuesti Fraun
Als Zeichen tiefer, innerer Zuneigung – was könnte da schöner sein als eine herzliche Umarmung? Eine Umarmung, die unverhofft aus heiterem Himmel kommt. Denn Menschen brauchen Luft und Bäume brauchen Liebe. (Kuesti Fraun)

„HÄUSLICHKEITEN“ von Birgit Graschopf
In der Arbeit Häuslichkeiten werden Alltagssituationen auf spielerische Weise mit absurden Szenen und Handlungen alterniert. Das Video basiert auf scherenschnittartigen Zeichnungen. Durch gezielt eingesetzte Animierungen, die oft erst auf den zweiten Blick erkennbar sind, werden bestimmte Narrationen entwickelt, die auf unsere Existenz innerhalb gesellschaftlicher Normen,
Konventionen, Zwängen und Bindungen anspielen. (Birgit Graschopf)

„Begegnung“ von Daniel Kovacs und Thorsten Mozer
Die Stadt – allen voran der öffentliche Raum – ist ein Ort der Anonymität. Wir leben nebeneinander aneinander vorbei.
„In Wien kennt man sich vom Wegschauen.“ Elektronische Devices sind ein willkommener Zufluchtsort im Alltag. Wir sind in der Stadt unterwegs, aber stets an einem anderen Ort. Menschen begegnen uns digital im Newsfeed, reale Begegnungen sind jedoch Schockmomente. (Daniel Kovacs und Thorsten Mozer)

„Städte von heute, Ruinen von morgen“
von Niclas Anatol Walkensteiner und Romana Maria Egartner
Orte der Wandlung sind einer sich ständig generierenden, von Faktoren bestimmten Raumordnung unterworfen. Aus dem Nichts kommend zum Hoch strebend und in der Rückführung zum Ursprung sich auflösend. (Niclas Anatol Walkensteiner und Romana Egartner)